fields of vision
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„Ich nehme mir, was für mich wahr ist.“

Meine künstlerische Arbeit  ist seit 2004  von der Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Sehens und der Wahrnehmung geprägt. In den ersten Werkgruppen entstanden  künstlerische Aussagen, fotografische Arbeiten, Raum- und Videoinstallationen, die dem Sehen in seiner Funktion, seiner Formen und Ausprägungen und seiner Bedeutungen phänomenologisch nachspürten. In der sich anschließenden Werkphase fragte ich nach dem Hintergrund für die Unterschiedlichkeiten in der Wahrnehmung. Aus diesen bis hier gemachten Erfahrungen und den dazu entstandenen Arbeiten  drängt sich die Frage nach den kulturellen Zusammenhängen auf. So entstand die Idee zu einem Projekt, das über die kulturellen Beschränkungen auf die west-europäischen Zusammenhänge hinausgehen soll. Den ersten Schritt heraus aus dieser Beschränkung möchte ich in den uns benachbarten Kontinent tun – also nach Asien2014/2015. Projekte in Afrika, Bouaké´,  Elfenbeinküste Herbst 2015, Südamerika 2016 und Australien 2016 sollen folgen. 

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„ I take what is true for me.“

 

My work as an artist has been influenced since 2004 with the confrontation with the phenomenon of seeing and perception. First there were creative statements, photographic work, video installations. All of these exporing the functions and forms of seeing.

Second the background of seeing and perception was explored and it became soon evident that cultural references had to been taken into account too. That was how the idea for the project going beyond cultural limitations of the Western civilisation.

That's why I'd like to work in Asia and projects in Africa, South America and Australia will follow.

Das 5-Kontinente - Projekt

Einen Ort des Vertrauens in der menschlichen Begegnung zu schaffen, ist Grundvoraussetzung, um der Frage nach den kulturellen Prägungen von Wahrnehmung nachzuspüren.  Die ersten Schritte zur Verwirklichung des Projektes werden in Deutschland gemacht. Für die nächsten Schritte  werden uns zwei 4-wöchige Residenceaufenthalte in Nord Thailand und Myanmar angeboten. Dort können Begegnungen mit einheimischen Künstlern und Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen stattfinden. Für diese Begegnungen laden wir Menschen ein, sich gemeinsam mit uns über die Fragen der Sehgewohnheiten, der Wahrnehmung und ihrer kulturellen Verankerung auseinanderzusetzen. Der europäische Begriff „Heimat“, der in der Regel romantisch verklärt, Gefühle nach Sicherheit und Geborgenheit umschreibt, soll Gegenstand der Annäherung sein. Gibt es in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen eine Entsprechung? Prägt diese Entsprechung die Wahrnehmung? Um  eine authentische Annäherung an diese Fragen zu ermöglichen, braucht es ein Setting, das von der intellektuellen Ebene wegführt.  

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The 5-continent project

 

Description of the project:

To create a place of trust for human encounters is the basic condition for exploring cultural perception and influence. The first step to realise this project will be in Germany.

After this periode we were offered residency in the North of Thailand and Myanmar. There encounters between people and artists of different social backgrounds can take place.

For these encounters we invite people to face questions of perception and their cultural roots.

The European, romantically connotated term of „home“ which is usually connected to a feeling of security and safety shall be analysed. Is there an euivalent in other cultures and to what extent does this equivalent mark our perception?

To get an authentical approach we need a setting leaving an intellectual level.

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Setting:

 

Invitation:

People are invited to show places or objects or people having a special meaning for them.

Story Telling:

Stories connected with the places and objects are an important element of the project.

Documentation:

Documentation will take place on a an audiovisual, written and photographical basis.

Photo Setting:

The photographical procedure will always take place within a fixed frame, but it will always be adapted to the specific cultural habits.

Archives:

Throughout the project all documents will be collected in archives.

Network:

There will be a blog, where participants of the project can share their contributions.

Work of the Artist:

Traces of the creative work process will be demonstrated and presented during the project at the respective place.

Between the stays abroad the artist will analyse and improve the material at home and give it a form, such as videoinstallation or text presentations.

Feedback:

The esthetical concepts will be presented in the respective countries with the aim of raising a new for the „perception“ in other cultural backgrounds.

Setting

1. Invitation

Menschen werden eingeladen, uns Orte oder Gegenstände zu  zeigen, mitzubringen oder über sie zu erzählen, die für sie stellvertretend für ihre Lebenswirklichkeit und stellvertretend für ihre Visionen steht.

2 .Story Telling   

Die Orte, die Gegenstände oder die Personen, die uns die Menschen zeigen, sind Stellvertreter für - mit ihnen verbundenen Geschichten. Diese Geschichten und vor allen Dingen die Art und Weise des Erzählens und die sich daraus ergebende emotionalen Verbindung zu den Geschichten, sind wichtiger Bestandteil des Projekts.

3. Dokumentation              

schriftliche, fotografische  und audiovisuelle Aufzeichnungen.

4. Photo Setting  

Eine fotografische Dokumentation erstellt, nach einem einheitlichen Schema, das sich den kulturellen Umgangsformen anpasst. Beispiel für  ein Setting aus den abgeschlossenen Werkgruppen, siehe das Projekt „Sichtweisen“.

5. Archiv               

Über den gesamten Zeitraum der Aufenthalte in 5 Kontinenten wird ein Archiv angelegt, das die Audiodokumente, die Schriftdokumente und die fotografischen Arbeiten des Photo-Settings sammelt.

6. Vernetzung

Das von den teilnehmenden Menschen autorisierte Material wir in einem Blog und auf einer Webseite aufgearbeitet, zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, Möglichkeiten zu schaffen, damit Teilnehmer ihre Beiträge untereinander sehen und je nach Voraussetzung zueinander in Kontakt treten zu können.

7. Künstl. Aufarbeitung 

Zwischen den Aufenthalten wird das Archiv im heimatlichen Atelier gesichtet und künstlerisch ästhetisch aufgearbeitet. Bei dieser Aufarbeitung sollen Formen entstehen, aus denen ein Ausstellungs- und Präsentationszusammenhang entwickelt werden kann. Bisherige Formen waren – raumbezogene Installationen, Fotoarbeiten, Videoinstallationen, Audiofeature  und Textpräsentationen. Siehe nachstehende Beschreibungen der bisherigen Werkgruppen.

8. Rückkoppelung

Diese künstlerisch ästhetischen Konzepte werden in den Entstehungsländern präsentiert. Dabei soll über die Öffentlichkeit eine Sensibilisierung für die „Sichtweisen“ anderer Kulturzusammenhänge angeregt werden. Wanderausstellung ab 2016.