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transformations

  • Beitrags-Kategorie:fine art

Seit vielen Jahren kreist Andreas Hoffmanns Werk um das Menschenbild in Form des Selbstbildes in all seinen Facettierungen von der totalen bis hin zur fragmentierten Figur. Dabei ist die Rolle des Künstlers der des Archäologen vergleichbar, der seine Feldforschung nicht an historischen Plätzen betreibt, sondern am menschlichen Körper.

Ist in früheren Jahren der Körper als Gesamtheit von Interesse gewesen, das sich im Sinne der klassischen Bildhauerauffassung äußerte, so gilt Andreas Hoffmanns Intention mit steigender Tendenz der fragmentierten Betrachtung von Volumen und, neuerdings, Oberflächen. Die Materialien seiner Betrachtungen entstammten und entstammen weitgehend der Natur: Wachs, Stärke, Salz und Blei; heute arbeitet der Künstler fast ausschließlich mit Salz. (der Text ist vor einigen Jahren geschrieben) Dieses gilt seit altersher als lebensnotwendiges Nahrungsmittel und in seiner konservierenden Eigenschaft auch als Relikte und Spuren des Vergangenen bewahrendes Medium.

Otto Pannewitz Galerie der Stadt Sindelfingen, 1994

For many years, Andreas Hoffmann’s work has revolved around the image of the human being in the form of the self-portrait, explored in all its facets, from the complete figure to the fragmented body. In this sense, the artist’s role is comparable to that of an archaeologist who conducts field research not at historical sites, but on the human body itself.

Whereas in earlier years the body as a whole was of primary interest—expressed in line with classical sculptural concepts—Hoffmann’s intention has increasingly shifted toward a fragmented examination of volume and, more recently, surface. The materials he has employed are largely drawn from nature: wax, starch, salt, and lead; today, the artist works almost exclusively with salt. (This text was written several years ago.) Salt has been regarded since ancient times as a vital foodstuff and, through its preservative properties, as a medium capable of safeguarding relics and traces of the past.

Otto Pannewitz, Galerie der Stadt Sindelfingen, 1994

Projekt Wandlungen

Galerie der Stadt Sindelfingen

Auftragsarbeiten für das Regierungspräsidium Tübingen, Kreissparkasse Reutlingen
Lebensgroße Körperabgüsse
Materialwände, 1994
Wachs, Salz, Blei, Stärke